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G - I

GANGARTEN...

Gangarten sind die Fortbewegungseinheiten des Pferdes.  Es wird nach Tempo und Schrittfolge unterschieden.  Im Turniersport sind das Schritt, Trab und Galopp, sowie die dazugehörigen versammelt und verstärkten Tempi. Im Westernreitsport werden die Gangarten Walk, Jog und Lope genannt.  Spezialrassen (Gangpferde) verfügen über weitere Gangarten wie Tölt, Pass, Rennpass.

Odin und Pauke:  …laufen die Turniersportgangarten.

HALTUNG IN EIGENREGIE…

… bedeutet  seine Pferde eigenständig zu versorgen und allein verantwortlich zu sein. Dies erfordert eine gute Organisation und  vorausschauendes Handeln.

Was ist zu beachten? Futter  (Heu, Stroh, Mineral)  muss besorgt und gelagert werden, Wasser muss im Sommer und Winter zur Verfügung stehen, der Auslauf (Paddock) und die Zufahrten müssen  ganzjährig begehbar sein und ein Unterstand/Hütte/Stall muss als Wetterschutz vorhanden sein. Alles muss örtlich den baurechtlichen und umweltrechtlichen Bedingungen entsprechen  und der Pferdegesundheit zuträglich sein.

Wie sieht der Tagesablauf aus? In der Regel muss man sich die Zeit für die Pferde rund um andere Verpflichtungen  und um die Witterung organisieren. Daher sieht der Tagesablauf im Sommer und Winter unterschiedlich aus. Die Pferde, die gesamte Anlage und die gelagerten Vorräte sind täglich zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Zur Selbstversorger-Ausrüstung gehören auch ein gutes Taschenmesser, Lampe (oder besser Kopflampe) und stabiles Band  sowie eine Sani-Tasche mit dem Nötigsten für die Erstversorgung. Ein Handy sollte immer dabei sein, um evt. jemanden hinzu zurufen, die  Tierarztnummer und die eines ansässigen Landwirtes zu haben schaden nicht, wenn  wirklich mal schnell Hilfe benötigt wird (z.B. festgefahrenes Auto, Baum umgefallen, fremde Pferde stehen auf der Koppel usw.)

Und wie sehen das die Pferde?

Odin: …sieht im Winter die Frau früh mit einer Lampe des Wegs kommen, um  die Heunetze einzuhängen und  Wasser aufzugießen. (Manchmal ist das so früh, das wir Pferde noch liegen.)

Wenn alle auf der Sommerkoppel sind, haben wir  Pferde schon gefrühstückt. Dann kontrolliert sie dort nur das Wasser und den Stromzaun.  Dann verschwindet sie zur Arbeit.

Mittags schaut sie noch mal , gibt ein Leckerchen und wenn sie Zeit hat, bereitet sie alles für den Abend vor, oder wir machen einen Ausritt.  Wenn sie außerhalb arbeitet, schaut  der Gartennachbar, ob wir keine Dummheiten machen. 

Nachmittags bringt sie öfter Kinder mit.  Dann guckt Pauke mich immer schadenfroh an, weil ich schuften muss. Wenn wir damit fertig sind, macht sie die Hütte bequem, füllt die Heunetze und hängt die Portionen für den Abend ein. 

Pauke: … wartet schon am Zaun, denn er steht früh auf. Er hört auch schon das Auto kommen. Wenn wir unterwegs sind, passt  er  meist zusammen mit dem schwarzen Hund auf die Anlage auf.

HUFPFLEGE, HUFBESCHLAG, HUFSCHUTZ…

…sind notwendig, da die Pferde als Haus-und Nutztiere entweder wenig natürliche Abnutzung des Hufhorns aufweisen oder aber sehr hohe Abnutzung , zum Beispiel durch Abrieb auf Sand und Stein und Straßenbelag. Wie beim Menschen die Nägel gepflegt werden müssen, ist das beim Pferd ebenso.

Die Hufpflege umfasst das tägliche Entfernen von Schmutz und Steinchen. Alle 4 bis 6 Wochen wird vom Hufpfleger überschüssiges Hufhorn abgeraspelt oder weggeschnitten.

Der Hufbeschlag ist eine Form des Hufschutzes und bedeutet, dass nach der Hufpflege ein Schutz aufgetragen wird, meist ein Hufeisen aus Eisengemischen, Aluminium oder Kunststoff.  Der Hufbeschlag wird von einem Fachmann, dem Hufbeschlagsschmied durchgeführt.

Zum Hufschutz gibt es auch auch Hufschuhe, das sind sozusagen „Kunststoffschuhe“  für Pferde.

Odin:  …hat 6-jährig zum ersten Mal einen Beschlag erhalten, weil er viel im Gelände unterwegs ist.

Pauke:  …läuft Barhuf, da er ganz festes Hufhorn hat und nicht viel auf festen Böden läuft.